Kein Geld, keine Küche, kein Plan?

Meike berichtet:

19. Mai 2015

„Heute morgen hingen wir noch in der Warteschleife. Kein Geld, keine Küche, kein Plan. Dann ging plötzlich die Post ab. Erst schrieb der Sohn mir bei Whatsapp, dass die Betreiber der Unterkunft seiner Mutter gesagt hätten, sie müsse nun langsam mal ausziehen, weil ihr Mietvertrag vor vier Tagen angefangen habe. Da haben wir schon angefangen zu rotieren – wie soll das gehen, sieben Leute ohne Küche? Dann schrieb der Sohn kurz darauf, es sei nun Geld auf dem Konto. Und los ging’s. Küchen bei eBay suchen, weitere Pläne aufschreiben – Strom? Telefon und Internet? Ach ja: Erstmal Wohnungsübergabe… und so weiter. Heute war es etwas drubbelig. Nach der Arbeit trafen Alena und ich uns in der Unterkunft und schauten mit der Mutter nach Küchen bei eBay Kleinanzeigen. Eine soll wohl nun klappen. Wir versuchen morgen einen Transporter zu bekommen und dann sehen wir weiter. Fazit des Tages: Ich liege mit surrendem Kopf im Bett, aber ich denke, alles wird gut. Wir haben einen Kontakt für einen Transporter, Aussicht auf eine Küche und vor allem – so schlimm es auch klingt – vor allem haben wir Geld.“

Text: Meike Hermwapelhorst

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