Ein Sack Flöhe im Freibad

Claudia berichtet:

06.07.2015
„Als es hieß, dass es Samstag 40°C werden, dachte ich, klar… Freibad. Da kam mir die Idee, eine afrikanische Mama mit ihren drei Jungs zu fragen, denen wir im Februar bei der Schulsuche und Wohnungseinrichtung geholfen haben. Gedacht, getan, sie sind dabei! C. kaufte sich noch schnell einen Badeanzug für sich, ich für die beiden jüngeren Jungs Schwimmflügel.

Der Samstag kam und natürlich waren alle Absprachen schon vor der Abfahrt hinüber. Der Plan war, uns an einer Zwischenstation zu treffen, sie waren aber viel zu spät dran und M., der auch noch aus der Adlerstraße zu uns stieß, schaffte es so, dass wir nur 2 Bahnen später als geplant losfuhren. Dann hieß es anstehen am Freibad – und als wir mit unseren Handtüchern gerade das letzte Schattenplätzchen markiert hatten, kam auch C. mit ihren drei Jungs an. Sie schaffte es gerade noch die Bande zusammen zu halten, um sie in ihre Badesachen zu packen, als wir uns auf den Weg zur Decke machten, waren von drei Kindern plötzlich nur noch eins da… der Kleinste.

Der 8-jährige rannte direkt ins nächste Becken, ich hinterher, der 6-jährige ins nächste Becken, Jojo hinterher. Gut, ich hatte Glück, der Älteste kann schwimmen und gab seine Kurzzeit-Autonomie recht schnell ohne große Probleme wieder auf und folgte mir zur Decke. Jojo hingegen sah gerade noch, wie das Kind in ein höher gelegenes Becken stieg und die Rutsche einweihte. Leider endet diese in etwas tieferem Gewässer und er kann nicht schwimmen. Nachdem einige umstehende Erwachsene das Kind über Wasser hielten und nun auch Jojo mit einem Hechtsprung anwesend war gab es erstmal Ärger vom Bademeister und auf der Decke dann von Mama.

Die sinnvolle Investition in Schwimmflüge wurde nun aus Sicherheitsgründen dankbar angenommen.

Vom Ältesten haben wir den ganzen Tag nur zwischendurch mal was gesehen, er rannte rum und klinkte sich beim Beachvolleyball und Fußball ein.

Beim Mittleren ging es eigentlich vorwiegend darum, ihn davon abzuhalten, ungesehen Mist zu machen, dagegen ist der Kleinste wirklich pflegeleicht.

Alles in allem war der Tag sehr anstrengend, aber schön. Wir hatten viel Spaß, vor allem, als wir Freunde mit Wasserkanonen trafen, sind Groß und Klein zu Höchstformen aufgelaufen. Auch der Grund für die Verspätung, der sich als nächtliches Proviant backen herausstellte, war durchaus vertretbar, da sehr sehr lecker.

Ein gelungener Tag also, ich freu mich auf’s nächste Mal.“
Text: Claudia Sch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.