Patenschaften

Bei den Patenschaften geht es um Gespräche oder gemeinsame Unternehmungen. Diese Betreuung kann sehr intensiv, aber auch nur stundenweise sein, je nach den individuellen Möglichkeiten des/der Ehrenamtlichen. Auch die Begleitung bei Behördengängen, die Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, die Unterstützung beim Erkunden der neuen Wohngegend etc. können Bestandteile einer Patenschaft sein – bei allem stehen Ihnen Ansprechpartner aus dem Verein zur Seite.


Menschen kommen alleine oder mit Familienangehörigen nach Deutschland. Nach Dortmund. Oft sprechen sie die Sprache noch nicht gut genug um ihre Bedürfnisse selbstständig zu klären. Die erste Zeit leben sie in der Regel in Unterkünften, bis sie eine eigene Wohnung beziehen können. Vielleicht in einem Stadtteil, den sie bis dahin noch gar nicht kannten.

Dies sind zwei Beispiele was Inhalte bei der Begleitung im Rahmen einer Patenschaft sein können. Das wichtigste ist, die Menschen spüren zu lassen, dass jemand da ist, der einem im Notfall helfen kann. Oft geht es darum Briefe zu erklären, den Menschen die deutsche Bürokratie ein bisschen näher zu bringen. Aber auch das Kennenlernen des neuen Wohnortes können Teil der Patenschaft sein.

Der/die Ehrenamtliche entscheidet wie viel Zeit investiert werden kann und soll. Auch hier gibt es die Möglichkeit z.B. gemeinsam mit einem Freund oder einer Freundin in einem Team zu arbeiten.

Die Erfahrungen zeigen, aus Paten und Geflüchteten entstehen oftmals enge Freundschaften.


 

Ich kenne mich mit dem deutschen Asylrecht nicht aus, kann ich trotzdem Pate/Patin werden?

In unserem Team aus Ehrenamtlichen befinden sich Experten/Expertinnen für die verschiedensten Themenbereiche. Sowohl für das Thema „Asylrecht“ als auch für den Ablauf bei Ummeldung oder Schulanmeldung. Dieses Wissen bündeln wir bestmöglich und stellen es den anderen Ehrenamtlichen zur Verfügung.

Ich spreche nur Deutsch, reicht das?

Warum nicht? Oftmals sprechen die Menschen, die Unterstützung benötigen Englisch. Vielleicht kann man dies als gemeinsame Sprache nutzen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass man auch ohne eine gemeinsame Sprache miteinander kommunizieren kann. Zudem erleichtert dies den neuen Dortmunder Bürgern/Bürgerinnen den Erwerb der deutschen Sprache. Für die Übersetzung wichtiger Dokumente o.ä. stehen ehrenamtliche Dolmetscher*innen zur Verfügung.

Was tun, wenn ich die Person die ich unterstützen soll nicht mag?

Kein Problem, wenn die Chemie mal nicht stimmt. Beim ersten Kennenlernen werden Sie durch eine*n erfahrene*n Ehrenamtliche*n begleitet. Sollten Sie dann oder zu einem späteren Zeitpunkt merken, dass es nicht passt, können Sie gerne das Gespräch mit einem/einer Koordinator*in suchen und es wird nach einer passenden Lösung geschaut.

 

Ansprechpartnerin: Bettina Bielefeld (patenschaften@projekt-ankommen.de)

 

Hier Blogeinträge zum Thema:

Nicht die Sprache, das Interesse am Menschen zählt

 

Wichtige Infos für alle Paten/Patinnen:

Wegweiser: Flüchtlinge und Asylsuchende in Kommunen (PDF)