Auszugshilfe

Die Stadt Dortmund vertritt eine dezentrale Unterbringung. Das heißt nicht nur, dass die geflohenen Menschen in kleineren Unterkünften im ganzen Stadtgebiet verteilt leben, sondern auch, dass sie so schnell wie möglich in eigene Wohnungen ziehen sollen.

Die Menschen finden oftmals alleine oder durch die Unterstützung Ehrenamtlicher eine eigene Wohnung. Für deren Ausstattung bekommen sie etwas Geld von ihrem zuständigen Sozialamt oder JobCenter. Die Menschen sind oft ratlos wo sie (gebrauchte) Möbel möglichst kostengünstig kaufen oder kostenlos organisieren können.

Eine andere Möglichkeit ist, dass Menschen, meist Mütter mit ihren Kindern, Belegwohnungen vom zuständigen Sozialamt zugeteilt bekommen. Diese Wohnungen sind mit einem Minimun an Einrichtungsgegenständen ausgestattet. Da aber Möbel enthalten sind, gibt es keine weitere finanzielle Untersützung für die Anschaffung notwendiger Dinge.

An dieser Stelle kommt das Team der Auszugsgruppe ins Spiel. Wir unterstützen die Menschen dabei sind ein neuen Zuhause aufzubauen und sich in ihrer neuen Umgebung wohlzufühlen.

Mit unserem vorhandenen Netzwerk unterstützen wir die geflüchteten Menschen bei der Organisation aller notwendigen Dinge. Hierbei arbeiten wir eng mit verschiedenen Unternehmen zusammen. Die Menschen können uns, nach Absprache, in unserem Möbellager besuchen und sich Dinge aussuchen. Zudem unterstützen wir die Geflüchteten dabei, Möbel über Internetportale zu organisieren. Mit unserem vereinseigenen Transporter sorgen wir für den Transport der Möbel zu den Wohnungen. Unter unseren Ehrenamtlichen befinden sich Experten für das Verlegen von Böden oder dem Anschließen von Küchen usw., welche bei Bedarf heran gezogen werden können.

Oft arbeiten wir bei den Auszügen in Teams und verteilen die Arbeit auf mehrere Schultern. Bei der Kommunikation mit den Menschen und dem Transport der Möbel unterstützen uns häufig andere geflüchtete Menschen, denen wir vor einiger Zeit selbst geholfen haben.

Ist der Umzug erledigt, stehen noch vielseitige, organisatorische Aufgaben auf dem Plan. Teilweise übernehmen Diese einzelne Mitglieder des Umzugsteams. Denn durch die enge Zusammenarbeit bei der Unterstützung sind schon viele Patenschaften und Freundschaften entstanden. Jedoch kann auch nach Vollendung der wesentlichen Aufgaben nahtlos an einen ehrenamtlichen Paten abgegeben werden, der den geflohenen Menschen bei der Organisation und Strukturierung des Lebens in der eigenen Wohnung unterstützt.

 IMG_4228 Kueche

 

Wie finde ich einen Einstieg?

Wer neu in das Umzugsteam einsteigt arbeitet zu Beginn mit erfahrenen Helfern aus diesem Bereich zusammen. Denn ist der erste Umzug erst einmal durchgeführt, hat man alle notwendigen Erfahrungen um weiter und selbstständig helfen zu können.

Ich habe keinen Führerschein, kann ich trotzdem helfen?

Das ist für die Arbeit in der Auszugsgruppe kein Problem. Durch die Arbeit in Teams, mit anderen Ehrenamtlichen oder Freunden, die du für die Arbeit gewinnen konntest, findet sich immer jemand, der das Auto fahren kann und will.

Ich kann nicht viel tragen, wie kann ich trotzdem helfen? 

Wir sind in erster Linie dafür zuständig die Umzüge zu organisieren und zu koordinieren. Für den Transport der Möbel haben wir einige ehrenamtliche Helfer. Auch die Menschen, die umziehen organisieren meist ausreichend viele Helfer.

Fluechtlingshilfe, Ankommen, Ehrenamt, Dortmund Die Ehrenamtliche Helfer vom Verein "Projekt Ankommen" haben einer syrischen Fluechtlingsfamilie bei der Wohnungssuche, Moebelbeschaffung und wie hier beim Umzug in eine Mietwohnung geholfen. Die Moebel tragen tun die Fluechtlinge zum grossen Teil selber. (c) 2015 Frank Schultze / Zeitenspiegel
(c) 2015 Frank Schultze / Zeitenspiegel

 

Fluechtlingshilfe, Ankommen, Ehrenamt, DortmundNahid Farshi (r.) vom Verein "Projekt Ankommen" helfen einer syrischen Fluechtlingsfamilie bei der Wohnungssuche, Moebelbeschaffung und hier beim beladen des Umzugtransporters. (c) 2016 Frank Schultze / Zeitenspiegel
(c) 2016 Frank Schultze / Zeitenspiegel

 

Fluechtlingshilfe, Ankommen, Ehrenamt, Dortmund Die Ehrenamtlichen Helferinnen Nahid Farshi (m.) und Marlies Schaefer (r.) vom Verein "Projekt Ankommen" helfen einer syrischen Fluechtlingsfamilie bei der Wohnungssuche, Moebelbeschaffung und hier beim Umzug. (c) 2016 Frank Schultze / Zeitenspiegel
(c) 2016 Frank Schultze / Zeitenspiegel

 

Fluechtlingshilfe, Ankommen, Ehrenamt, Dortmund Die Ehrenamtlichen Helferinnen Nahid Farshi (m.), Lisa Wollrath (l.) und Marlies Schaefer (lr.) vom Verein "Projekt Ankommen" helfen einer syrischen Fluechtlingsfamilie bei der Wohnungssuche, Moebelbeschaffung und hier beim Zerlegen eines Eckschrankes beim Umzug. (c) 2016 Frank Schultze / Zeitenspiegel
(c) 2016 Frank Schultze / Zeitenspiegel

 

Fluechtlingshilfe, Ankommen, Ehrenamt, Dortmund Die Ehrenamtliche Helferin Nahid Farshi vom Verein "Projekt Ankommen" hilf einer Fluechtlingsfamilie aus Kobane bei der Wohnungssuche, Moebelbeschaffung und beim Umzug in eine Mietwohnung in Dortmund Huckarde. (c) 2016 Frank Schultze / Zeitenspiegel
(c) 2016 Frank Schultze / Zeitenspiegel

Koordination: Bianca Stöpel-Verhaaren und Tom Triglone