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Fragen und Antworten – Patenschaften

Fragen und Antworten – Patenschaften



Warum brauchen wir 2020 noch Patenschaften?

Viele Geflüchtete leben seit mehreren Jahren in unserer Stadt. Asylanträge sind gestellt, Kindergeld beantragt, Handyverträge geschlossen. Behördengänge sind seltener geworden, die ersten Sprachkurse absolviert. Warum brauchen wir also weiterhin Menschen, die bereit sind, Patenschaften zu übernehmen? 

Viele Geflüchtete suchen den Kontakt zu Deutschen. Sie hätten gerne Paten, um ihr Deutsch zu verbessern oder um Unterstützung bei der Begleitung der Kinder (Kindergarten, Schule, Ausbildung) zu bekommen. 

Geflüchtete Familien suchen den Kontakt zu deutschen Familien. Für Familien und insbesondere für Kinder ist der Austausch von ganz besonderer Bedeutung. Kinder bekommen auf diese Weise spielend Anschluss an die neue Gesellschaft und die Anforderungen, die sie an sie stellt. Alle Kinder werden schließlich ein Leben lang von den Freundschaften und Erfahrungen geprägt, die sie in ihrer Kindergarten- und Schulzeit haben. 

Wieviel Zeit nimmt eine Patenschaft in Anspruch?

Sie entscheiden selbst, wieviel Zeit investiert werden kann und soll.  

Natürlich ist es ebenso möglich, gemeinsam mit einem Freund oder einer Freundin oder als Paar im Team zu arbeiten. 

Ich kenne mich mit dem deutschen Asylrecht nicht aus, kann ich trotzdem Pate werden?

Natürlich. 

Die Patinnen und Paten werden regelmäßig zu Austauschtreffen eingeladen, bei denen sie über ihre Patenschaft sprechen können. Viele Fragen lassen sich im kollegialen Gespräch klären.  

In unserem Team aus Ehrenamtlichen befinden sich Experten für die verschiedensten Themenbereiche, etwa für das Thema „Asylrecht“, aber auch für den Ablauf bei Ummeldung oder Schulanmeldung.  

Ich spreche nur Deutsch, reicht das?

Warum nicht? Unsere Erfahrungen zeigen, dass man auch ohne eine gemeinsame Sprache miteinander kommunizieren kann. Zudem erleichtert dies den neuen Dortmunder Bürgern den Erwerb der deutschen Sprache. Für die Übersetzung wichtiger Dokumente o.ä. stehen ehrenamtliche Dolmetscher zur Verfügung. 

Wie lange geht eine Patenschaft?

Das ist sehr unterschiedlich. Manchmal entwickeln sich Beziehungen, die über mehrere Jahre gehen. Die Form der Unterstützung ändert sich im Lauf der Zeit. Ging es zu Beginn um die Begleitung bei Behördengängen, die Beantragung von  Kindergeld o.ä., so geht es später vielleicht um Unterstützung der Kinder in schulischen Dingen oder einfach den Kontakt, das Gespräch über „Gott und die Welt“. 

Die Besuchsabstände werden oft größer, da die Dringlichkeit zur Unterstützung nachlässt. Manche Patenschaften werden auch nach einiger Zeit bewusst beendet, andere können in gute Freundschaften übergehen. 

Werden noch Paten gesucht?

Ja, unbedingt. Wenn Sie sich vorstellen können, aktiv zu werden, so freuen wir uns über Ihre Meldung. (patenschaften@ projekt-ankommen.de) 
 

Ansprechpartnerin für das Stadtgebiet (ausgenommen Brackel): Gisela Opitz

Ansprechpartnerin für den Stadtbezirk Brackel: Elisabeth Stamm