Kategorie: Aktuelles

  • Jahreshauptversammlung 2017

    Am vergangenen Freitag hat unsere zweite Jahreshauptversammlung stattgefunden. Der Vorstand hat Verstärkung bekommen, die Anzahl der Beisitzer wurde von 6 auf 8 erhöht.

    Aus privaten Gründen haben sich einzelne Vorstandsmitglieder nicht mehr oder für andere Posten zur Wahl stellen lassen.

    Wir freuen uns auf ein weiteres spannendes Jahr und auf eine gute Zusammenarbeit.

    Neu begrüßen dürfen wir in unserem Vorstandsteam: Christian Krause (stellv. Vorsitzender), Esmaiel Khlef (Beisitzer), Falk Freudenau (Beisitzer), Jasmin Dehmel (Beisitzerin), Rabeeh Nasif (Beisitzer)

    Wir bedanken uns herzlich bei allen ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für das eingebrachte Engagement und die aufgewendete Zeit. Mit Eurem know-how konntet ihr die Arbeit des Vereins aktiv mitgestalten und weiter bringen. Wir wissen, dass ihr Projekt Ankommen weiter unterstützen und begleiten werdet.

    Vielen Dank an: Ahmed Abdellatif, Robert Torkuhl und Jan Lüttmann

     

    Mehr Information werdet ihr in unserem Pressebericht finden.

  • Mein Weg zu Projekt Ankommen

    (Geschrieben von Fares)

    Vor über einem Jahr wurde ich ein Mitglied als Dolmetscher von „Projekt Ankommen“. Bevor ich ein Mitglied wurde, habe ich in der Gemeinschaftsunterkunft „Adlerstraße“  für geflüchtete Menschen gewohnt. Ich habe zwei Monate nach einer Wohnung gesucht, bis eines Tages eine Frau von Projekt Ankommen die Adlerstraße besuchte und sagte: „Ich habe eine freie Wohnung für zwei Personen. Interessiert sich jemand für diese Wohnung?“ Zufällig suchten ein Freund und ich eine Wohnung für zwei Personen, sodass wir das Angebot gerne annahmen. Die genannte Frau hat sich ebenfalls angeboten zwischen uns und der Vermieterin zu vermitteln. Da sie ein Mitglied von Projekt Ankommen ist, hat sie und auch bei dem Umzug geholfen.

    In diesem Moment habe ich entschieden geflüchteten Menschen über das Projekt Ankommen z.B. als Dolmetscher zu helfen.

    Am Anfang hab es nur wenig Mitglieder in diesem Verein. Mit der Zweit wurde der Verein in Dortmund bekannt und hat viele Preise für die ehrenamtliche Arbeit in der Flüchtlingshilfe gewonnen. Nach ein paar Monaten bekam der Verein ein eigenes Büro in der Heinrichstraße. Zweimal in der Woche wird dort eine Sprechstunde angeboten. Darüber hinaus haben sie Angebote in verschiedenen Bereichen. Das Dolmetscher-Team besteht aus mehreren geflüchteten Menschen, die sich wöchentlich abwechseln.

    Wir übersetzen für die Menschen, die kein Deutsch sprechen können.

    Außerdem helfen wir ihnen die Formulare auszufüllen und manchmal begleiten wir sie zu Behörden oder zu Anwälten.Ich freue mich sehr Mitglied bei Projekt Ankommen zu sein und anderen Menschen helfen zu können. Ich wünsche mir, dass der Verein weiterhin wächst und wir weitere neue engagierte Mitglieder gewinnen.

  • Mit neuem Schwung in das Jahr 2017

    Was haben wir 2016 erreicht? Wo wollen wir 2017 hin? Was haben wir gut gemacht und was müssen wir verbessern?

    Gestern, am 15. Januar 2017, haben sich acht Vorstandsmitglieder über fünf Stunden Zeit genommen, um genau diese Fragen zu beantworten. Wir haben gemeinsam reflektiert, Ideen gesammelt und Pläne geschmiedet. 2016 war ein erfolgreiches Jahr. Wir konnten einige Meilensteine setzen, wie zum Beispiel das Büro in der Heinrichstraße mit festen Sprechstunden, den Erhalt vieler Förderungen und Preisen, sowie die Gründung der Stadtteilgruppe in Eving. Somit haben wir viele Geflüchtete in allen Lebensbereichen
    unterstützt.  Dabei fällt uns auf, dass sich Schwerpunkte in unserer Vereinsarbeit verlagern. Dies liegt daran, dass kaum neue geflüchtete Menschen in Dortmund ankommen. Somit werden wir die Ausrichtung des Vereins im neuen Jahr den aktuellen Gegebenheiten anpassen. Der Fokus im Jahr 2017 wird auf die Sprachförderung, die Fort‐ und Weiterbildung, die Integration in den Ausbildungs‐ und Arbeitsmarkt sowie auf kulturelles Verständnis gelegt. Erste Schritte, wie zum Beispiel der Sprachtreff oder die Planung einer Fortbildungsreihe für Geflüchtete, sind bereits getan. Auch regelmäßige Patentreffen, sowie Supervision für Ehrenamtliche, sollen Mitgliedern neue Kraft und einen Platz für Austausch bieten. Zusätzlich gibt es Projektgruppen in den einzelnen Bereichen des Vereins, um neue Ideen zu sammeln, zu strukturieren und in den nächsten Monaten umzusetzen.   Dies umfasst auch die Öffentlichkeitsarbeit. Hier werden wir für mehr Transparenz, Informationen und langfristige Terminvereinbarungen sorgen, um alle Mitglieder und Interessierte neben dem Newsletter bestmöglich auf dem Laufenden zu halten. Mehr Informationen folgen in den nächsten Wochen, wir stehen jedoch jederzeit für Rückfragen zur Verfügung.

    Im Namen des gesamten Vereins möchten wir uns für Ihre Unterstützung und Ihr Interesse bedanken
    und freuen uns auf ein weiteres erfolgreiches Jahr 2017.

    Der Vorstand von Projekt Ankommen e.V.

  • Wann ist ein Flüchtling kein Flüchtling mehr?

    Der neue Alltag

    (ein Beitrag von Alena)

    In unseren Sprechstunden an jedem Dienstag und Mittwoch unterstützen wir auch weiterhin rund 150 geflüchtete Menschen wöchentlich bei kleinen und großen Problemen. Neben Anmeldungen für unsere eigenen Angebote, wie z.B. die Umzugshilfe, Deutschkurse oder Sportangebote klären wir mit den Menschen auch den Umgang mit der neuen Wohnsitzauflage oder der Aufforderung zur Passbeschaffung.

    Bei den Besuchern der Sprechstunde bekomme ich meist nur einen kleinen Einblick in den neuen Alltag der Menschen. Anders sieht es bei meinen neuen, überwiegend aus Syrien stammenden, Freunden aus. Die Wohnsituationen sind bei ihnen geklärt. Die Integrationskurse laufen und sie beherrschen zusehends die deutsche Sprache.

    Durch unser gemeinsames Leben in Dortmund habe ich die Möglichkeit, viel zu lernen und wichtige Erfahrungen zu sammeln. Als deutsche junge Frau ist es für mich neu, an der Tür einer Disco mit fadenscheinigen Begründungen weggeschickt zu werden. Ich hasse diese Situationen.

    In diesen Momenten schäme ich mich für meine Stadt

    Doch auch diese Situationen motivieren mich, mein Ehrenamt genau so intensiv wie bisher, fortzusetzen. Unermüdlich schreibe ich die Discobetreiber an – trotz des Wissens, keine Antwort zu erhalten. Genauso neu sind für mich nächtliche Polizeikontrollen, die sich ausschließlich durch das nichtdeutsche Aussehen meiner Freunde begründen. Und auch hier werde ich nicht müde, mit den Menschen darüber zu diskutieren. Ein Verhalten, das dazu führt, dass ich als einzige Deutsche in unserer Gruppe auch als Einzige meinen Ausweis in der Tasche behalten darf.

    Menschen, die uns anstarren oder an uns vorbei gehen und Dinge wie „Ich hasse diese Araber“ murmeln, lernte ich zu ignorieren

    Nun berichten meine Freunde jedoch immer wieder von neuen Gefühlen, mit denen sie sich auseinandersetzen müssen: Gefühle, die sie mindestens ein drittes oder viertes Mal zweifeln lassen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Natürlich fällt eine Gruppe dunkelhaariger Menschen oder eine Frau mit Kopftuch auf – auch in einer Stadt wie Dortmund. Einfach als normal wahrgenommen zu werden und in der Masse unterzugehen, ist meist schwierig. Gerade deshalb, weil stets thematisiert wird, woher sie kommen. Doch viel schlimmer scheint das Gefühl, für den Rest seines Lebens „der Flüchtling“ sein zu müssen. Hört man den Menschen zu, zeigt sich schnell, dass sie dieses Wort nicht ausstehen können. Immer auf etwas reduziert zu werden, was eigentlich „nur“ ein Teil der eigenen Geschichte ist, macht sie traurig und passiv. Es handelt sich um Menschen, die auch ein Leben hatten bevor sie nach Deutschland kamen, die einen lebensgefährlichen Weg hinter sich gelassen haben, um in Sicherheit weiterleben zu können. Wir alle sollten ihnen vielleicht ein bisschen mehr zutrauen, denn die Erfahrung zeigt bereits jetzt:Mit den richtigen Wegbegleitern fügen sich alle Dinge und es werden schon Pläne für Ausbildungen, Studium usw. geschmiedet.

    Viele der geflüchteten Menschen wünschen sich, nicht mehr „der Flüchtling“ zu sein, sondern als die Persönlichkeiten wahrgenommen zu werden, die sie sind. Dann hören vielleicht auch einstudierte Sätze wie: „Ich heiße XX und ich komme aus XX auf“, denn außerhalb des Urlaubs wird von mir auch nicht erwartet, dass ich erwähne, dass ich Deutsche bin.

  • 2. Sporttag 2016: Verkehrserziehung und Rad

    (Text von Yannick)

    Am Samstag, dem 24.09.2016, haben das Projekt Ankommen, ein Quadratkilometer Bildung, der StadtSportBund Dortmund und „Angekommen in Deiner Stadt“ auf dem Gelände des Adam’s Corner am Westpark in der westlichen Innenstadt einen Sporttag zum Thema rund um das Fahrrad veranstaltet. Das Ziel war, Geflüchteten aus Dortmund und Umgebung eine spielerische Einführung in das Thema Fahrradfahren und Sicherheit auf dem Zweirad zu vermitteln. Dazu wurde ein Parcours aufgebaut und eine Fahrradwerkstatt ins Leben gerufen.

    Herrliches Wetter sorgte bei den Beteiligten schon am Vormittag für große Freude beim Aufbau und Austesten des Parcours auf dem gesamten Außengelände. Der Caterer hatte alles pünktlich vorbereitet und konnte neben Kaffee, Tee und Softdrinks auch leckere Würstchen im Brötchen sowie Lahmacun mit Salat anbieten. So war für jeden Geschmack etwas dabei.

    So langsam wurde es voller auf dem Gelände, da auch die eingeladenen Vereine „TrinitasDO“ (Triathlon ) und die „EinRaDo´s“ (Einrad ) ihre Stände aufbauten, um noch mehr Gäste anzulocken. Ab 14:00 Uhr ging es los, doch vorerst blieb es noch ruhig, so dass hauptsächlich Helfer und Freunde den Parcours testeten. Die Schrauber hingegen hatten durchweg zu tun, da im Vorfeld viele Spendenräder abgegeben wurden und auch einige Geflüchtete mit ihrem kaputten oder reparaturbedürftigen Rad vorbeikamen. Gegen 15:00 Uhr tauchte dann eine Gruppe von Betreuern und Geflüchteten aus Hagen auf, die endlich für Action sorgte! Die Jungs und ein Mädchen im Alter von 7 bis 17 Jahren hatten ihren Spaß den Parcours zu durchfahren. Zuerst scheuten sich alle ein wenig und es wurde erstmal das Essen in Anspruch genommen, später gab es dann sogar noch einen kleinen Wettbewerb. Im Vorhinein wurden durch Mitglieder des Aufbauteams Punkte für die jeweiligen Stationen festgelegt, die die Teilnehmer_innen maximal hätten erreichen konnten. Da es mehrere Kinder und Jugendliche schafften, die gleiche Punkteausbeute zu erreichen, war es uns nicht möglich den Gewinner des „Turniers“ festzulegen. Das war ja auch gar nicht so wichtig; Hauptsache, alle hatten Spaß!

    Noch zu erwähnen bleibt, dass es Dank „AnGEkommen in Deiner Stadt“ und den drei kompetenten Schraubern Martin, Nils und Nico sowohl am Sporttag als auch in Zukunft eine Fahrradwerkstatt am Adams Corner geben wird! Das ganze Projekt wurde am Samstag erfolgreich gestartet, die weitere Planung und offizielle Eröffnung wird selbstverständlich noch bekannt gegeben! Aber schon an unserem Sporttag konnten die Jungs schon dem ein oder anderen Fahrrad wieder auf die Sprünge helfen, so dass es wieder auf Hochtouren durch Dortmund fahren kann!

    Schlussendlich kann man festhalten, dass es durch das tolle Wetter und die tolle Zusammenarbeit aller Vereine ein gelungener Tag war, auch wenn wir uns insgeheim noch mehr Besucher_innen erhofft hätten. Es bleibt also abzuwarten, wie es beim nächsten Mal laufen wird!

     

  • Willkommensfest 2016

    Das Wetter boykottierte diesen Sommer schon einige Openair-Veranstaltungen. Wir erhofften uns einfach, dass der Wettergott es wieder so gut mit uns meinen würde wie im vergangenen Jahr. Anfang der Woche waren die Prognosen noch gut. Nicht zu heiß, kein Regen. Im Laufe der Woche wurde die Regenwahrscheinlichkeit jedoch immer weiter nach oben korrigiert. Wir hielten trotzdem an unseren Plänen fest und hofften auf das Beste. Die ganze Arbeit und Planung im Vorfeld sollte nicht umsonst gewesen sein.

    Am Sonntag den 04.09.2016 die große Enttäuschung. Es regnete und das sehr ordentlich. Hinzu kam ein großes Gewitter, welches über unsere Köpfe hinweg zog. Die ersten Kooperationspartner erkundigten sich nach unseren weiteren Plänen. Die Techniker teilten uns mich, dass der Aufbau der Bühne bei Gewitter zu gefährlich sei. Man konnte über jedem unserer Köpfe die eigene kleine Regenwolke sehen. Gefüllt mit Enttäuschung und der großen Frage was wir jetzt tun sollten. Improvisieren können wir. Das haben wir schließlich schon oft genug unter Beweis gestellt. Dank der spontanen Bereitschaft der Betreiber des Adams Corner wurde das Fest kurzum einfach verlegt. Die Pavillons wurden abgebaut, das Essen rüber transportiert und der gespendete Kuchen und einer Unterkunft für Geflüchtete gebracht.

    Für den Rest des Tages hatten wir Glück mit dem Wetter. Der DJ und eine Band sorgten für die passende Musik. Es wurde gequatscht, geschlemmt und getanzt. Unser persönliches Fazit des Willkommensfestes 2016: Leider konnten wir den Besuchern nicht das bieten was geplant war. Jedoch hatten wir alle eine schöne und ausgelassene gemeinsame Zeit und das ist am Ende was zählt.

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